Homosella

19. November bis 3. Dezember 2011

Langsam sendet der Herbst seine ersten Vorboten. Und auch wenn einige mit einem weinenden Auge auf die letzten warmen Tage schauen, gibt es doch etwas worauf man sich freuen kann. Denn so sicher wie sich die Blätter verfärben und die neuen Erstis die Stadt überrollen kommen wir damit einem Highlight der Trier Kulturszene näher, der Homosella!

Bereits zum dreizehnten Mal werden die Schwul-LesBischen Kulturtage stattfinden und haben damit längst bewiesen, dass sie aus Trier nicht mehr wegzudenken sind.

Wie jedes Jahr haben die Organisator_innen, das Autonome Feministische Frauen- und Lesbenreferat und das Autonome Schwulenreferat des AStA der Uni Trier, einen thematischen Schwerpunkt gesetzt. Nachdem in den letzten Jahren Homosexualität und Kirche sowie die Repräsentation in den Medien unter die Lupe genommen wurden wird es dieses Jahr noch spannender.

Unter dem Titel: Was ist "normal"? Soll es dieses Jahr um Homo- ,Bi- und Trans*sexualität in der Kunst gehen.

"Was ist 'normal'?" - Eine Frage die bei Kunst paradox erscheint, zeichnet sich Kunst doch dadurch aus so unterschiedlich, vielfältig und bunt zu sein, wie sie kann. Kunst gibt es für jede_n. Kunst ist ästhetisch, politisch, einfach und kompliziert oder nichts davon. Kunst kann uns das Leben erklären oder uns in tiefe Verwirrung stürzen. Kunst lebt von Andersartigkeit.

Genauso unlogisch, widersprüchlich und sinnlos ist diese Frage im Alltag.

Wer entscheidet was normal ist? Und warum muss diese Frage überhaupt gestellt werden. Trotzdem ist es eine Frage, die sich die Organisator_innen öfter stellen müssen. Werden sie doch fast täglich mit Sätzen wie "das ist nicht normal", "das ist unnatürlich" oder "wenn die sich doch normal verhalten würden" konfrontiert. Viel zu viele Menschen fühlen sich davon provoziert, dass es Menschen gibt, die anders leben und lieben als sie selbst. Andersartigkeit, also das Abweichen vom "Normal sein" ist leider immer noch oft genug ein Grund für Diskriminierung unterschiedlichster Art.

Doch da wir diese Frage stellen, versuchen wir sie zu beantworten: Nichts ist normal, denn jede_r ist anders.

Ziel der diesjährigen Homosella ist es also nicht nur die sogenannte "Andersartigkeit" sichtbar zu machen, sondern konkret homo-, bi und trans*sexuelle Kunst vorzustellen. Was macht schwul-lesBische Kunst aus? Ist sie wirklich so anders und sieht man das (überhaupt)?

 

Konkret wird es einen Vortrag zu lesbischer Literatur geben in dem dies vorgestellt wird. Natürlich sind auch wieder zwei Filme dabei, die selbst Kunst sind. Besonders kann mensch sich auf Ralf König freuen, der seine Kunst in bester Stand-Up-Comedy-Manier präsentiert. Eröffnet wird dieses ganz besondere Highlight am 19. November im Schmitz mit einem Vortrag zu: SchwuLesBische Kunst - Gibt es das?

 

Aber auch für Entertaiment ist gesorgt, nicht nur kann man sich auf die großartige Caroline Brauckmann freuen, die die Homosella krönend beenden wird, sondern auch über einen schillernden Eröffnungsabend im SchmiTz mit Else Roe mit Kasandra. Und nicht zu vergessen ist natürlich die legendäre Abschiedsparty: Queer as Trier, dieses Jahr Djane Wurstfachverkäuferin, die unsere Ohren verwöhnt!

 

Freuen Sie sich mit uns auf einen 'unnormalen' November!

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